Sagalino

Entwicklungsthema · 3–8 Jahre

Mein Kind sagt „ich kann das nicht“ und gibt auf. Was hilft?

8 Min. Lesezeit7 Quellen · abgerufen am 12. September 2026

Die kurze Antwort

Enttäuschung gehört dazu, und zwar als Übungsstück. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rät ausdrücklich, das Kind auch einmal enttäuscht sein zu lassen: Kinder müssen lernen, mit Enttäuschungen und Rückschlägen umzugehen und sich durch sie nicht entmutigen zu lassen.1 Was in dem Moment hilft, ist wenig und unspektakulär. Nicht entmutigen, zu neuen Versuchen ermuntern, und wenn nötig kleine Hilfsschritte anbieten.1 Die Zuversicht, Schwieriges zu schaffen, ist nicht angeboren. Sie entsteht aus Erfahrungen, die ein Kind mit seinen Bezugspersonen und seiner Umwelt macht.2
Der Grund

Warum Kinder aufgeben, obwohl sie es fast können

Der Satz „ich kann das nicht“ meint selten die Fähigkeit. Er meint den Moment. Zwischen dem, was ein Kind sich vorstellt, und dem, was seine Hände hinbekommen, liegt im Vorschulalter eine große Lücke, und das Kind sieht diese Lücke genau. Es hat den fertigen Turm im Kopf und den umgefallenen vor sich.

Zuschauer erhöhen den Einsatz. Vieles wird hingeworfen, sobald jemand hinschaut, und dasselbe Kind probiert allein zwanzig Minuten weiter. Das ist keine Trotzreaktion. Wer beobachtet wird, riskiert mehr als eine misslungene Sache.

Enttäuschung ist Teil des Vorgangs. Die BZgA formuliert es als Empfehlung an die Eltern: Lassen Sie Ihr Kind ruhig auch einmal enttäuscht sein, denn Kinder müssen lernen, mit Enttäuschungen und Rückschlägen umzugehen.1 Ein Kind, dem jede Enttäuschung abgenommen wird, bekommt keine Gelegenheit, das zu üben.

Und dahinter steht etwas, das wächst. Zuversicht, Durchhaltevermögen und die Erfahrung, durch eigenes Handeln etwas zu bewirken, zählt die BZgA zu den Schutzfaktoren, die sich aus Erfahrungen entwickeln.2 Sie sind keine Eigenschaft, die ein Kind hat oder eben nicht hat. Sie entstehen an genau den Nachmittagen, an denen etwas schiefgeht.

Was hilft

Was im Moment des Hinwerfens hilft

1. Nicht sofort übernehmen. Der Reflex, den Reißverschluss eben selbst zuzumachen, beendet die Szene und die Übung zugleich. Eine Minute Pause vor dem Eingreifen ist oft alles, was es braucht.

2. Den nächsten Schritt kleiner machen. Die BZgA nennt das Hilfsschritte. Die Aufgabe wird geteilt und nicht abgenommen.1 Nicht der ganze Knoten, nur die erste Schlaufe. Nicht das ganze Wort, nur der erste Buchstabe.

3. Beschreiben statt bewerten. „Du hast den Turm dreimal neu angefangen und beim dritten Mal unten breiter gebaut.“ Das ist ein Protokoll und keine Lobformel. Es hat den Vorteil, dass es stimmt, und Kinder hören, ob etwas stimmt.

4. Die Pause zulassen. Hinwerfen und weggehen ist eine vernünftige Reaktion auf Überforderung. Der Gegenstand darf liegen bleiben. Erstaunlich oft kommt das Kind von selbst zurück, wenn niemand es erwartet.

5. Eigenes Scheitern sichtbar machen. Erwachsene üben selten vor Publikum. Wer sein Kind einmal dabei zusehen lässt, wie er etwas zum vierten Mal versucht und dabei flucht, liefert mehr als jede Ermutigung.

6. Das Wörtchen noch. „Du kannst es noch nicht“ statt „du kannst es nicht“ ist der bekannteste Tipp zu diesem Thema. Er kostet nichts und klingt vernünftig. Ob er wirkt, steht auf einem anderen Blatt, und das Blatt ist der nächste Abschnitt.

Der Streitpunkt

Anstrengung loben oder Ergebnis loben?

Kaum ein Ratschlag ist so verbreitet: Lobe nicht das Ergebnis und nicht die Begabung, lobe die Anstrengung. Er stammt aus der Forschung von Carol Dweck zu den sogenannten Mindsets, also der Überzeugung, ob Fähigkeiten feststehen oder wachsen können.

Was dafür spricht. Eine Längsschnittstudie hat Eltern und Kinder zuhause beobachtet, als die Kinder 14 bis 38 Monate alt waren, und den Anteil an Prozesslob ausgezählt, also Lob für das Vorgehen und die Mühe. Dieser Anteil sagte fünf Jahre später die Überzeugung der Kinder vorher, dass Fähigkeiten veränderbar sind, und über diese Überzeugung die Leistungen in der vierten Klasse.3 Die Stichprobe war klein, 53 Kinder, und es ist ein Zusammenhang und kein Experiment.

Was dagegen spricht. Die Programme, die aus dieser Theorie entstanden sind, halten dem Härtetest schlecht stand. Eine Übersichtsarbeit über 63 Interventionsstudien mit 97.672 Teilnehmenden fand einen Gesamteffekt auf Schulleistungen von d = 0,05, der nach Korrektur für Publikationsbias nicht mehr bedeutsam war. Bei den sechs methodisch besten Studien lag er bei d = 0,02.4 Das große US-Experiment mit 12.490 Neuntklässlern an 65 Schulen fand einen Effekt, aber einen schmalen: 0,10 Notenpunkte bei den leistungsschwächeren Schülern, und auch das nur dort, wo die Mitschüler mitzogen.5

Was die Lobforschung dazu sagt. Sie hält den Unterschied für feiner, als die Formel es zulässt. Prozesslob ist nicht gleich Prozesslob: Lob für Anstrengung kann als Trostpreis ankommen und dem Kind signalisieren, dass es wohl wenig begabt ist. Am zuverlässigsten wirkt Lob, das sich auf das konkrete Vorgehen bezieht, also auf die Strategie.6 Dazu kommt ein Befund zum Überschwang: Übertriebenes Lob senkt bei Kindern mit geringem Selbstwert die Bereitschaft, sich an Schwieriges zu wagen, während es bei selbstsicheren Kindern das Gegenteil tut.7

Was wir daraus machen. Der sicherste Teil des Rats ist der unauffälligste: Beschreiben, was das Kind getan hat, genau und ohne Steigerungsform. Das setzt keine Theorie voraus, es geht bei jeder Lobsorte gut aus, und es hat den Vorteil, dass man dabei nicht schwindeln muss.

Uneinigkeit

Was Fachleute unterschiedlich sehen

Dass Kinder Rückschläge brauchen, um mit Rückschlägen umgehen zu lernen, bestreitet niemand. Gestritten wird über den Satz, den man danach sagt. Drei Richtungen, und sie stehen gerade offen gegeneinander:

RichtungKernaussageFolge für die Geschichte
Mindset-orientiertCarol S. Dweck; Gunderson u. a. 2018, Developmental PsychologyWer glaubt, dass Fähigkeiten wachsen, sucht Herausforderungen statt sie zu meiden. Der Anteil an Prozesslob im Kleinkindalter sagte diese Überzeugung fünf Jahre später vorher und darüber die Leistungen in der vierten Klasse.In der Geschichte wird immer benannt, was die Figur getan hat, und nie, was sie ist.
MethodenkritischMacnamara & Burgoyne 2022, Psychological Bulletin; Yeager u. a. 2019, NatureÜber 63 Interventionsstudien liegt der Effekt auf Schulleistungen bei d = 0,05 und verschwindet nach Bias-Korrektur. Wo Effekte auftauchen, sind sie klein und auf bestimmte Schüler in bestimmten Schulen beschränkt.Die Geschichte verspricht keine Wirkung auf Leistungen. Sie erzählt einen Nachmittag, an dem etwas schiefgeht.
LobforschungCorpus & Good 2021; Brummelman u. a. 2014Lob für Anstrengung kann als Trostpreis gelesen werden und geringe Begabung signalisieren. Lob für die Strategie wirkt zuverlässiger, und übertriebenes Lob schadet Kindern mit geringem Selbstwert.Der Erwachsene in der Geschichte beschreibt Einzelteile des Vorgehens. Keine Steigerungsformen, keine Ausrufezeichen.

Worin sich alle einig sind

  • Enttäuschungen gehören zum Lernen, und Kinder brauchen Gelegenheiten, sie auszuhalten.
  • Sofort zu übernehmen beendet die Szene und die Übung zugleich.
  • Wer nicht weiterkommt, braucht einen kleineren nächsten Schritt.
  • Lob, das nicht ehrlich ist, verfehlt seine Wirkung. Kinder hören den Unterschied.
  • Verlässliche Erwachsene wiegen schwerer als jede Formulierung.

Der Streit geht um die Formel selbst. „Lobe die Anstrengung, nicht das Ergebnis“ steht in fast jedem Elternratgeber und stützt sich auf eine Forschungsrichtung, deren Interventionsstudien in der Übersicht kaum etwas hergeben: d = 0,05 über 63 Studien, nach Bias-Korrektur nichts Bedeutsames mehr, und d = 0,02 bei den methodisch saubersten sechs.4 Der Gegeneinwand lautet, dass schlecht gemachte Programme nichts über die Sache selbst aussagen, und das große Nature-Experiment stützt ihn zumindest teilweise: kleine, aber echte Effekte bei genau der Gruppe, bei der man sie erwarten würde.5

Wo die Belege für unseren Fall aufhören. Alle diese Zahlen stammen aus Schulprogrammen für Jugendliche oder aus Laborsituationen. Ob ein Satz am Küchentisch etwas bewirkt, ist damit nicht beantwortet. Die einzige uns bekannte Untersuchung, die Lob im Alltag einer Familie über Jahre verfolgt hat, umfasst 53 Kinder und kann keine Ursache nachweisen.3 Wer Ihnen sagt, mit der richtigen Lobformel werde Ihr Kind belastbarer, geht über diese Lücke hinweg. Wir halten uns an das, was in allen drei Richtungen unbestritten ist: genau hinschauen, benennen, was da war, und nicht übertreiben.

Wann ein Buch nicht reicht

Lassen Sie es ansprechen, wenn Ihr Kind Neues grundsätzlich meidet; wenn es sich selbst abwertet und dabei über den Moment hinausgeht („ich bin dumm“, „ich kann gar nichts“); wenn es bei Misserfolg gegen sich selbst wütend wird; wenn vor Kita oder Schule regelmäßig Bauchweh auftritt; oder wenn eine bestimmte Sorte Aufgabe immer scheitert, während alles andere gelingt. Der letzte Punkt ist oft eine Frage der Wahrnehmung oder der Motorik und keine Frage der Haltung.

Die Kinderärztin oder der Kinderarzt ist dafür die erste Adresse, und die Vorsorgeuntersuchungen sind der dafür vorgesehene Anlass. Die Erziehungsberatung kostet nichts und ist auf Anhieb erreichbar, auch online.

Vorlesen

Wie eine Geschichte dabei hilft

Dass ein Bilderbuch die Frustrationstoleranz eines Kindes erhöht, haben wir nicht belegt gefunden, und wir behaupten es nicht. Was sich belegen lässt, ist der Zwischenschritt, auf dem die Idee beruht: Die Zuversicht, Schwieriges zu schaffen, wächst aus Erfahrungen und ist nicht angeboren,2 und die Art, wie Erwachsene das Tun eines Kindes in Worte fassen, hängt mit dessen späteren Überzeugungen über eigene Fähigkeiten zusammen.3 Eine Geschichte ist eine Gelegenheit, beides zu üben, wenn gerade nichts auf dem Spiel steht.

Für den Aufbau folgt daraus eine Regel:

Die Geschichte lobt die Figur nie. Sie beschreibt, was die Figur gemacht hat. Und sie hört nicht beim Erfolg auf, weil sonst nur der Erfolg hängen bleibt.

  1. 1–2

    Der Plan

    Die Figur hat sich etwas vorgenommen und will es heute schaffen. Der Wunsch bekommt Platz, bevor irgendetwas schiefgeht.

  2. 3

    Der erste Versuch

    Geht daneben. Wird knapp erzählt, ohne Kommentar und ohne Musik.

  3. 4

    Der zweite, mit Publikum

    Jetzt schaut jemand zu. Das ist der eigentliche Unterschied zum ersten Versuch.

  4. 5

    Ich kann das nicht

    Der Satz fällt. Niemand widerspricht ihm, niemand tröstet ihn weg.

  5. 6

    Weg damit

    Hinwerfen, aufstehen, gehen. Die Seite steht für sich und wird nicht bewertet.

  6. 7

    Jemand setzt sich dazu

    Ohne Tipp, ohne Aufmunterung, ohne Frage. Einfach da, eine Seite lang.

  7. 8

    Was schon da ist

    Der Erwachsene zählt auf, was die Figur gemacht hat. Einzelteile, in normaler Lautstärke.

  8. 9

    Ein Stück kleiner

    Nicht der ganze Knoten, nur die erste Schlaufe. Der nächste Schritt wird zugeschnitten.

  9. 10

    Halb geklappt

    Die Hälfte wird benannt, und zwar genau die Hälfte, die geklappt hat.

  10. 11

    Anders herum

    Die Figur probiert ein anderes Vorgehen. Hier liegt der Kern: das Wie ändern, nicht die Person.

  11. 12

    Einmal geht es

    Unschön, wackelig, und es zählt. Der Jubel bleibt klein.

  12. 13

    Am nächsten Tag wieder nicht

    Der Rückfall gehört dazu und wird ausgesprochen. Ohne diese Seite wäre das Buch unehrlich.

  13. 14

    Irgendwann

    Eine Stelle, an der es einfach geht und niemand mehr hinschaut. Ohne Moralsatz.

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Fragen

Häufig gefragt

Warum gibt mein Kind so schnell auf?

Weil es die Lücke sieht. Zwischen der Vorstellung im Kopf und dem, was die Hände hinbekommen, liegt im Vorschulalter viel Platz, und das Kind vergleicht beides ständig. Dazu kommt das Publikum: Viele Kinder werfen hin, sobald jemand zuschaut, und probieren allein weiter. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rät an dieser Stelle, das Kind nicht zu entmutigen und es zu neuen Versuchen zu ermuntern.

Soll ich helfen oder warten?

Warten, dann die Aufgabe kleiner machen. Die BZgA empfiehlt, das Kind nicht zu entmutigen, es zu neuen Versuchen zu ermuntern und bei Bedarf kleine Hilfsschritte anzubieten. Der Unterschied liegt zwischen Aufgabe teilen und Aufgabe abnehmen. Nicht der ganze Knoten, nur die erste Schlaufe.

Stimmt es, dass man die Anstrengung loben soll und nicht das Ergebnis?

Teilweise, und schwächer als der Rat vermuten lässt. Eine Übersichtsarbeit über 63 Studien zu Mindset-Programmen fand einen Effekt auf Schulleistungen von d = 0,05, der nach Korrektur für Publikationsbias verschwand. Die Lobforschung hält den Unterschied außerdem für feiner: Lob für bloße Anstrengung kann als Trostpreis ankommen, Lob für das konkrete Vorgehen wirkt zuverlässiger. Am sichersten ist es, genau zu beschreiben, was das Kind gemacht hat.

Was sage ich, wenn mein Kind sagt: ich bin dumm?

Am wenigsten hilft der Widerspruch, weil er das Kind zwingt, seine Behauptung zu verteidigen. Näher liegt die Lage selbst: Es hat drei Anläufe gebraucht, es hat nicht geklappt, und das ist zum Auswachsen. Danach, wenn die Luft raus ist, kommt das Protokoll: was das Kind versucht hat und an welcher Stelle es hängen geblieben ist. Wenn die Selbstabwertung über den Moment hinaus bleibt, gehört sie besprochen.

Ab wann ist Aufgeben ein Problem?

Wenn das Kind Neues grundsätzlich meidet, sich dauerhaft selbst abwertet, bei Misserfolg gegen sich selbst wütend wird oder vor Kita und Schule regelmäßig Bauchweh hat. Und wenn immer dieselbe Sorte Aufgabe scheitert, während alles andere gelingt: Dahinter steckt oft die Wahrnehmung oder die Motorik. Die kinderärztliche Praxis ist dafür die erste Adresse.

Belege

Quellen

  1. 1.BZgA / kindergesundheit-info.de: Die kindliche Entwicklung unterstützen.Belegt: Die Empfehlungen, das Kind nicht zu entmutigen, wenn etwas nicht gleich klappt, es zu neuen Versuchen zu ermuntern, ihm bei Bedarf kleine Hilfsschritte anzubieten und es ruhig auch einmal enttäuscht sein zu lassen, weil Kinder lernen müssen, mit Enttäuschungen und Rückschlägen umzugehen.
  2. 2.BZgA / kindergesundheit-info.de: Resilienz oder was die Psyche im Gleichgewicht hält.Belegt: Dass psychische Widerstandsfähigkeit nicht angeboren ist und aus den Erfahrungen entsteht, die ein Kind mit seinen Bezugspersonen und seiner Umwelt macht, und dass Selbstwirksamkeit, Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen zu den genannten Schutzfaktoren gehören.
  3. 3.Gunderson, E. A. u. a. (2018): Parent Praise to Toddlers Predicts Fourth Grade Academic Achievement via Children’s Incremental Mindsets. Developmental Psychology. Englischsprachig, Autorenfassung.Belegt: Dass bei 53 zuhause beobachteten Kindern der Anteil an Prozesslob im Alter von 14 bis 38 Monaten die Überzeugung vorhersagte, Fähigkeiten seien veränderbar, und über diese Überzeugung die Leistungen in Mathematik und Leseverständnis in der vierten Klasse.
  4. 4.Macnamara, B. N. & Burgoyne, A. P. (2022): Do Growth Mindset Interventions Impact Students’ Academic Achievement? Psychological Bulletin. Englischsprachig, Verlagsfassung.Belegt: Gesamteffekt von d = 0,05 über 63 Studien mit 97.672 Teilnehmenden, nicht mehr bedeutsam nach Korrektur für Publikationsbias; d = 0,02 bei den sechs methodisch besten Studien; Hinweise auf Forscher- und Publikationsbias.
  5. 5.Yeager, D. S. u. a. (2019): A national experiment reveals where a growth mindset improves achievement. Nature 573, 364–369. Englischsprachig, freie Volltextfassung.Belegt: 12.490 Neuntklässler an 65 US-Schulen; Verbesserung um 0,10 Notenpunkte bei den leistungsschwächeren Schülern, und dass der Effekt an Schulkontexte gebunden war, in denen die Normen der Mitschüler dazu passten.
  6. 6.Corpus, J. H. & Good, K. A. (2021): The Effects of Praise on Children’s Intrinsic Motivation Revisited. In: Brummelman, E. (Hrsg.), Psychological Perspectives on Praise. Routledge. Englischsprachig, Autorenfassung.Belegt: Dass Personenlob über viele Ergebnisse hinweg nachteilig wirkt, dass Lob für bloße Anstrengung als Trostpreis oder Zeichen geringer Begabung gelesen werden kann, und dass Lob für die verwendete Strategie die zuverlässigste Form ist.
  7. 7.Association for Psychological Science zur Studie von Brummelman, E. u. a. (2014) in Psychological Science: Inflated praise is damaging for children with low self-esteem. Englischsprachig.Belegt: Dass Erwachsene Kindern mit geringem Selbstwert doppelt so häufig übertriebenes Lob geben und dass dieses Lob bei ihnen die Bereitschaft senkt, sich an Herausforderungen zu wagen, während es bei Kindern mit hohem Selbstwert umgekehrt wirkt.

Alle Quellen abgerufen am 12. September 2026. Fehlt eine Angabe oder hat sich etwas geändert? Schreib uns: wir korrigieren und vermerken das Datum.

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